#Wurstgate: Noch ein Würstchen-Zigaretten-Witz und ich kotze Brokkoli!

Hoppla! Wurst ist wirklich so schlimm, wie Vegetarier und Veganer es euch immer unter die Nase gerieben haben (sagt zumindest die WHO). Soweit nichts Neues. Trotzdem haben vor allem Fleischesser heute einiges zu dem Thema zu twittern. 

Überraschender als die Nachricht, dass Fleisch nicht gesund ist, finde ich, dass #Wurstgate überhaupt jemanden beschäftigt. Die krebserregende Wirkung von rotem Fleisch ist lange bekannt und ich persönlich kenne keinen Arzt unter 80 Jahren, der bei gesundheitlichen Beschwerden eine strikte Nur-Fleisch-Diät empfehlen würde. 

Was hingegen nicht überrascht: Dass Vegetarier und Veganer sich zu dem Thema kaum oder gar nicht äußern. Uns betrifft es nicht und wir sehen es auch nicht als unsere Aufgabe, Fleischliebhaber zu „missionieren“. 

Umso faszinierender ist daher, wie Fleischfans sich gegenseitig auf Twitter in ihrer „Wurstliebe bis in den Tod“ bestätigen und die Warnung der WHO lieber ins Lächerliche ziehen, als auch nur eine Mahlzeit ohne Fleisch in Erwägung zu ziehen. 

Aber ist doch schön, dass #Wurstgate Fleischessern jetzt hilft, sich wie verwegene Abenteurer zu fühlen, wenn sie ihre sechste Knackwurst verschlingen. Mit Mett zwischen den Zähnen und Leberwurst am Kinn lachen sie dem Tod ins Gesicht. 

Ein kleiner Tipp am Rande von uns Fleischlosen: So schlimm ist es gar nicht, den Fleischkonsum zu reduzieren. Du musst ja nicht einmal komplett aufhören.

Mehr Gemüse und Obst zu konsumieren hilft gegen Umweltverschmutzung, Massentierhaltung, Welthunger, Armut und tut auch noch deinem Körper und deiner Psyche gut. Also nutze vielleicht die Warnung vor dem Wurstkrebs, um eine fleischlosere Ernährung zumindest in Betracht zu ziehen. 

Muss ja jeder selber wissen.

Zeig den Freunden, was du von #Wurstgate hältst.

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Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Caring, in dem es um Dinge geht, die unsere Welt besser machen: Konsum, Umweltschutz, Gerechtigkeit, Gesellschaft. So wie in diesen Artikeln: