Katze

Woran du erkennst, dass deine Katze dein Boss ist

„Haustierbesitzer“ – über diesen Begriff kannst du nur trocken lachen. Denn seit dein feliner Mitbewohner eingezogen ist, ist klar: Die Katze besitzt dich.

Am Anfang, als dein Kätzchen noch ein kleines Fellknäuel war, war ja alles ganz putzig. Doch jetzt ist sie groß und regiert dein Leben. Und falls du dich in all den gemeinsamen Jahren auf der Couch schon so daran gewöhnt hast, dass es dir gar nicht mehr auffällt – daran erkennst du, dass deine Katze dein Chef ist:

Aufwachen.

Es ist vollkommen egal, ob und wann du dir den Wecker gestellt hast: Miezi entscheidet, wann du aufwachst. Und zwar vollkommen willkürlich. Mal wird nachts um 3 Uhr eine Vase vom Tisch gescheppert, mal wird um 4:30 Uhr herzzerreißend miaut, weil der Napf nicht voll genug ist; mal ist es eine raue Zunge im Gesicht um 6:15 Uhr und dann wieder ein kräftiger Sprung auf die Bauchdecke um kurz vor 7.

Morgenroutine.

Unerheblich, ob du zuerst ins Bad möchtest: Durch geschickt-gefährliches Vor-und-zwischen-die-Beine-Laufen manövriert Mucki dich zielsicher direkt zum Futternapf in die Küche. Und du, noch arg verschlafen, gibst nach. Wie jeden Tag.

Frühstück.

Du möchtest Müsli essen? Dann dabei auf keinen Fall umdrehen, nicht mal kurz. Sonst vernimmst du plötzlich ein durchdringendes *schlapp schlapp schlapp* – und steigst notgedrungen auf Käsestulle um.

Kleidung.

Du hast dir die schwarze Hose rausgesucht und nur kurz aufs Bett gelegt, um-... Und da liegt das Kätzchen, gemütlich zusammengerollt und haart. Dann wohl doch die Jeans. Du siehst: Es ist längst nicht mehr deine Entscheidung.

Ausgang.

Wenn die Blockade direkt vor der Wohnungstür nicht den gewünschten Effekt erzielt, werden härtere Geschütze aufgefahren und – ZACK! – würgt das niedliche Tierchen ein üppiges Haarbällchen samt Frühstücksladung auf den Läufer. Du hast keine Chance, musst länger bleiben und putzen.

Besuch.

Davon abgesehen, dass dein Freundeskreis ohnehin keine Tierhaarallergiker mehr beinhaltet, entscheidet deine Katze, wer von den Verbliebenen zu Besuch kommen darf. Mag sie jemanden nicht, wird gefaucht, manchmal gar gekratzt. Oder – besonders effektiv – gezielt in die Schuhe gepinkelt. Der Besuch kommt garantiert nicht wieder.

Einrichtung.

Du liebst dein Sofa? Deine Katze nicht. Darum organisiert sie, dass ein neues gekauft wird. Und zwar durch unermüdliches Krallenschärfen an Lehne und Kissen. Gleiches gilt für deine Tapete. Cat doesn't like – you buy new.

Deko.

Zimmerpflanzen? Vergiss es. Sind entweder giftig oder werden gefressen. Du hast den Samtsessel immer wunderschön gefunden? Plötzlich legst du Decken und Schonbezüge drauf. Und obwohl du keinen Platz hast und dein Stilempfinden so etwas immer abgelehnt hat, ist das Keypiece in deinem Wohnzimmer ein XXL-Kratzbaum. Unbenutzt, natürlich.

Papiere.

Du hast dir Unterlagen für deine Steuererklärung rausgesucht und zurecht gelegt? Mit Pech wird deine Katze zum Reißwölfchen und zerfetzt die Kontoauszüge der vergangenen zwölf Monate sorgfältig in kleine Schnipsel. Message: „Papierkram ist unwichtig, bürste mich lieber!“

Internet.

Genug gesurft, genug gestreamt! Das haarige Ding legt sich aufs Notebook und steht einfach nicht mehr auf. Ist ja auch schön warm. Du gibst klein bei. Was sollst du auch tun?

Ein von cc (@rioccd28) gepostetes Foto am

Sex.

Starren. Starren. STARREN. Der ultimative Lustkiller. Und verdammt creepy.

Einschlafen.

Egal, wie groß dein Bett und wie klein deine Katze ist: Es ist nie groß genug. Das Tierchen schafft es durch mathematisch nahezu geniale Positionierung, den maximalen Raum zu beanspruchen. Und du kannst dich nur drumherum drapieren. Gemütlich geht anders, leichtes einschlafen auch.

In ein paar Stunden geht alles wieder von vorne los... Und trotzdem lächelst du, wenn das Bett vor lauter Schnurren vibriert. Es muss wohl Liebe sein.

Der Katzenboss beherrscht uns alle – ja, auch dich!

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Titelbild via Pixabay

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: