Unsere Lieblingsserien zum Welttag des Fernsehens

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Lisa Budzynski

Am 21. November ist offizieller Welttag des Fernsehens. Zwar hat das klassische TV mittlerweile ein echtes Image-Problem und wird immer öfter vom Streaming ersetzt, aber wir wollen da mal nicht so sein.

Stattdessen nehmen wir den Welttag des Fernsehens zum Anlass, dir unsere aktuellen Lieblingsserien vorzustellen. 

Das suchten wir hier in der Himate-Redaktion grad am liebsten:

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1. Annas Lieblingsserie: South Park

Die pädagogische Qualität der Cartoon-Serie wird oft unterschätzt (daran mag auch der Fäkalhumor eine Mitschuld tragen), aber für mich ist Southpark DIE Serie. Was ich an den Geschichten rund um Stan, Kyle, Kenny und Cartman liebe, ist die brutale Ehrlichkeit und der fiese Humor, mit dem sie immer wieder gezielt die kleinen Finger in offene Wunden drücken, bis man es beinahe nicht mehr aushält.

Die Episoden drehen sich stets um heikle und hitzige politische oder kulturelle Debatten, die unlösbar scheinen. Dabei ergreifen sie nie für eine Seite Partei: Sie lachen über erzkonservative Pro-Life-AktivistInnen genauso wie über selbstverliebte vegane Hippie-Möchtegerns.

Damit zeigen sie uns ein paar entscheidende Lektionen in Sachen Demokratie: 

  1. Überlege hin und wieder, ob du wirklich nur deine Meinung sagst, oder ob du ein Arschloch bist.
  2. Bloß, weil jemand nicht deiner Meinung ist, ist er weder ein Idiot noch im Unrecht. 
  3. Wenn die Dinge so furchtbar sind, dass du weinen möchtest, lach lieber darüber – und zwar laut! 

2. Claudias Lieblingsserie: Black Books

Bei Black Books geht es um drei Menschen, die sozial so auffällig und derangiert sind, dass sie außerhalb Englands vermutlich längst eingewiesen worden wären. 

In Kombination mit ausuferndem Alkohol- und Nikotinkonsum, mühelos zelebrierter Misanthropie, einer fetten Prise britischen Humors und dem Hang zum totalen Wahnsinn ergibt das die beste Serie der Welt!

3. Jessicas Lieblingsserie: Vampire Diaries

Ich weiß nicht mehr genau, wie es angefangen hat. Vermutlich swipte ich auf der Suche nach IRGENDWAS Guckbarem willenlos durch Netflix. Warum ich aber ausgerechnet auf eine Teenie-Vampir-Serie klickte? Keine. Verdammte. Ahnung. Was ich aber genau weiß: Ich kann einfach nicht aufhören, sie zu gucken.

Klar – das Highschool-Kleinstadt-Setting bemüht jedes Klischee, eine Liebesgeschichte zwischen Mensch und Vampir ist immer blutleer und die Gesamtstory derart krude und verworren, dass sich selbst spoilern unmöglich ist – aber die Charaktere sind extrem gut konstruiert und herrlich brüchig, die Dialoge dicht und auf den Punkt und die Handlung nimmt immer wieder so unerwartete Wendungen, dass ich regelmäßig kurz vorm Herzinfarkt stehe. 

Außerdem liebe ich die eingestreuten Anspielungen auf Buffy, Twilight & Bram Stoker, Ian Somerhalder ist das schönste Geschöpf auf Gottes Erden und die Heldin ist KEIN blondes Püppchen. Ha!

Es gibt allerdings auch problematische Aspekte. Das kontinuierliche Verzeihen von Gewalttätigkeit gepaart mit der Idee von „Wenn ich ihn nur genug liebe, wird alles wieder gut“ ist zum Beispiel definitiv ein gefährliches Vorbild für (junge) Frauen.

Trotzdem ist Vampire Diaries meine momentane Lieblingsserie. Meine Schwester sagte dazu neulich: „Du standest eben schon immer auf Vampirscheiß.“

Das erklärt einiges.

4. Lisas Lieblingsserie: Der Tatortreiniger

Ich bin im Kino immer diejenige, die an komplett anderen Stellen laut zu lachen anfängt, als der Rest. „Soll-Lach-Stellen“, wie ich sie nenne, sind mir ein Gräuel.

Dann trat Heiko Schotte – a.k.a. der Tatortreiniger – in mein Leben. Keine Serie schafft es, mich so zu fesseln, zu unterhalten und vor allem: Mich immer wieder so zu überraschen.

Die Serie kommt ohne aufwändige Effekte und oft auch ohne Location-Wechsel aus. Im Grunde beobachten wir „Schotty“ nur dabei, wie er seinen Job als Tatortreiniger gewissenhaft erledigt. Dabei begegnet der den unterschiedlichsten Menschen und schlittert von einem moralischen Dilemma in das nächste. Die Dialoge und Figuren sind dabei genial und herzenswarm.

Der Tatortreiniger ist die einzige Serie, die mich mit allen Mitschauenden gemeinsam lachen lässt. Es ist die einzige Serie, der ich eventuelle „Soll-Lach-Stellen” verzeihe.

Also egal, ob du streamst, suchtest, bingest oder einfach nur so ab und zu die Glotze einschaltest und rumzappst – ohne Fernsehen wäre das Leben zuweilen doch recht langweilig. Happy TV-Tag!

Welche Serie schaust du am liebsten?

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Titelbild via stocksnap

Dieser Artikel ist Teil unseres Ressorts Couching, in dem sich alles um Serien, Filme, Games und dein geliebtes Sofa dreht! So wie in diesen Artikeln: